Zwei, die sich gut verstehen: Golf und Naturschutz …

Noch vor 20 Jahren schien der Golfsport den Reichen und Eliten vorbehalten zu sein. Manch einer, der diesem Spiel „verfallen“ war, hatte es damals vorgezogen, sich diesbezüglich erst gar nicht zu outen. Schließlich musste man sich zudem hin und wieder gegen das Vorurteil verteidigen, Golfplätze zerstörten die Natur und wiedersprächen dem Gedanken des Umweltschutzes. Tatsächlich gab es Einzelbeispiele, die man im Sinne der Umwelt besser hätte lösen können. All das ist nun Vergangenheit. Eine solide Öffentlichkeitsarbeit konnte mit etlichen Mythen und schlichter Unwissenheit aufräumen. So ist z.B. der minimale Einsatz von Pestiziden auf einen sehr kleinen Bereich der Areale begrenzt: Den sogenannten „Greens“.

Längst ist auf den Plätzen der Querschnitt der Bevölkerung anzutreffen. Da ist es nicht weiter verwunderlich, wenn etliche Spieler und Mitglieder der Clubs als engagierte Naturschützer mit  Wissen und vielen Ideen aufwarten. Das trifft bei den Betreibern und Vorständen auf offene Ohren. So auch hier in Bad Münstereifel, beim ansässigen Golfclub Eschweiler. Schon beim Bau des Platzes wurden Hunderte Bäume gepflanzt, darunter viele Obstsorten. In Monokultur betriebene Äcker wurden durch blühende Gewächse ersetzt und die sogenannten „Spielbahnen“ ausgeklügelt in die herrliche Natur eingebettet. Dazu kamen etliche Biotope, die den Amphibien beste Fortpflanzungsmöglichkeiten bieten. Hier brummt und summt es, begleitet vom Quaken der Frösche, wie es sein sollte. Wanderer queren daher nur allzu gerne diese Naturschönheit, wartet sie doch zudem mit Perspektiven und Sichtachsen auf, die früher gar nicht denkbar waren.

Damit aber nicht genug. Der neuste Clou des Betreibers der Golfanlage Bad Münstereifel: Bepflanzung von Teilbereichen mit 20.000 Wildblumen. Zudem werden große Stücke des Areals nicht mehr gemäht. Es entsteht ein Eldorado für Insekten. Die Spieler sind angehalten, diese Bereiche nicht zu betreten. Daran hält man sich auch, stellt dies doch für das Spiel eine zusätzliche Herausforderung dar. Denn man möchte natürlich vermeiden, den Ball in das sogenannte „Rough“ zu schlagen.

Übrigens: Golfer, Reiter, Biker und Wanderer begegnen sich hier stets respektvoll und freundlich. Allerdings sollte man auf den Wegen bleiben, denn die Bahnen selbst sind für Nichtgolfer selbstverständlich tabu – zu gefährlich. Wer diesen schönen Outdoor-Sport vielleicht einmal ausprobieren möchte, meldet sich telefonisch an. Regelmäßig gibt es „Schnupperveranstaltungen“. Interessierte, die von Außerhalb kommen, bieten wir ein Feriendomizil, nur 5 Minuten von der Golfanlage entfernt.

Viel Spaß wünschen

Solveig & Dietmar